
Leckeres Gemüse aus dem eigenen Garten, das war immer unser Traum. Diesen haben wir uns erfüllen können und möchten unser Wissen, das wir zum Thema Gemüseanbau erworben haben, auch an unsere Kinder weitergeben. Manche Sorten sind sehr anspruchsvoll und gelingen nicht jedes Mal. Andere wiederum machen nur wenig Arbeit und können einfach immer erfolgreich geerntet werden.
Hier stellen wir unsere 8 Lieblingssorten vor, die beim Gemüse anbauen mit Kindern besonders gut funktionieren.
Gartenarbeit mit Kindern gelingt auch auf dem Balkon
Wir haben zwar das Glück, einen eigenen Garten zu besitzen, aber natürlich gelingen Gartenprojekte für Kinder auch zu Hause auf dem Balkon. Hier eben nur mit deutlich kleineren Mengen, aber dennoch frisch geerntet richtig lecker.
Der Garten oder der Balkon sind spannende Lernorte für Kinder, da sie genau sehen, wie aus einem Samen echtes Essen wächst. Die dabei erlebten Erfolgserlebnisse motivieren zum Weitermachen. Kinder lernen dabei den Wert echter Lebensmittel schätzen und wie man aus diesen verschiedene Gerichte zubereiten kann. Von der Saat über die Pflege bis hin zur Ernte erleben sie den gesamten Prozess live mit, statt Produkte nur aus dem Supermarktregal in den Einkaufskorb zu räumen. Gemüse pflanzen mit Kindern macht nicht nur Spaß, sondern fördert ein gesundes Ernährungsverhalten. Selbst produziert schmeckt es gefühlt auch deutlich besser.
Gemüse anbauen mit Kindern: 8 Gemüsesorten
Kinder haben nur wenig Geduld, daher fangen wir mit besonders schnell wachsenden Pflanzen an.
1. Kresse: Erste Erfolge schon nach wenigen Tagen
Extrem beliebt und ruckzuck gewachsen ist Kresse. Diese wächst auf Watte, Erde oder Küchenpapier. Dazu müssen die Kressesamen einfach lose ausgestreut und etwas gegossen werden. Schon nach 2 bis 3 Tagen sind erste Keimlinge sichtbar, nach einer Woche kann man sie bereits ernten. Unsere Kids lieben es, die Kresse beim Wachstum zu beobachten. Macht sich gut im Kräutertopf auf der Fensterbank, man kann die Kresse aber auch draußen pflanzen.
2. Radieschen: klein und lecker
Ebenfalls sehr beliebt sind Radieschen. Diese wachsen sehr schnell, meist sind sie schon nach nur 3 bis 4 Wochen erntereif und fertig zum Naschen. Da die Samen besonders groß ausfallen, lassen sie sich auch von Kindern leicht einsäen. Wir haben welche im Hochbeet im Garten, aber auch der Balkonkasten ist dafür geeignet.
3. Karotten als Gemüse mit Überraschungsmoment
Über der Erde sieht man nur das grüne Karottenkraut, das eigentliche Gemüse wächst in der Erde. Hier ist etwas Geduld gefragt, nach 8 bis 12 Wochen ist die Karotte reif zur Ernte. Umso größer ist die Freude für die Kinder, wenn sie die fertigen Karotten dann aus dem Boden ziehen können.
Tipp: Statt orangefarbenen Sorten kann man auch mit gelben und lila Karotten experimentieren.
4. Zuckererbsen sind auch als Sichtschutz geeignet
Wer ein Rankgitter begrünen und dieses etwa als Sichtschutz einsetzen will, wird die Zuckererbse lieben. Diese Pflanze ist eine Kletterpflanze und wächst sehr schnell in die Höhe. Wir haben die Rankhilfen selber zusammengebaut, es gibt sie aber auch fertig im Baumarkt. Das Beste: Die Kids können die Erbsen direkt von der Pflanze naschen, schmecken angenehm süß.
5. Der absolute Klassiker ist die Tomate
Viel Wasser und Sonne brauchen Tomaten. Besonders schnell wachsen kleine Cocktail- oder Cherrytomaten, im Topf oder im Hochbeet funktioniert es am besten. Kinder können die Tomatenpflanzen regelmäßig gießen und dabei beobachten, wie die Früchte langsam immer größer und roter werden.
6. Zucchini erreichen beeindruckende Größen
Riesige Blätter, auffällige Blüten und, wenn man sie nicht rechtzeitig erntet, auch wirklich riesige Zucchini. Dieses Gemüse braucht also etwas mehr Platz. Das Gute ist, dass sie extrem schnell wächst und kaum Pflege braucht. Es ist manchmal kaum zu glauben, wie schnell die Zucchini groß wird. Am besten schmecken sie allerdings, wenn sie in mittlerer Größe geerntet werden.
7. Salate für jeden Tag
Viele Kinder essen keinen Salat, auch unsere konnten sich anfangs nicht so richtig für Blätter begeistern. Mit dem Anbau von eigenem Salat, besonders Pflücksalat und Kopfsalat, hat sich das geändert. Heute ernten wir regelmäßig frisch im Garten für unsere täglichen Mahlzeiten. Und das Beste ist: Abgeschnittene Blätter wachsen beim Pflücksalat wieder nach und können mehrmals geerntet werden. Am besten funktioniert das bei uns im Hochbeet, es geht aber auch im Balkonkasten.
8. Kartoffeln: Aus einer Knolle werden viele
Ebenfalls sehr spannend ist das Anpflanzen von Kartoffeln. Einfach Mutterknollen in die Erde stecken und später eine Vielzahl davon ausbuddeln. Kartoffeln brauchen etwas Platz, wir haben ein großes Beet dafür. Kleinere Mengen lassen sich aber auch im Sack oder Kübel auf dem Balkon anpflanzen. Die Kids buddeln die Kartoffeln ein und freuen sich dann riesig, wenn sie ganz viele wieder ausbuddeln dürfen. Dauert allerdings etwas länger (Frühkartoffeln: 90-120 Tage): Wenn die Blätter gelb werden, wird es Zeit zur Ernte.
Gemüse pflanzen mit Kindern: Tipps für entspanntes Gärtnern
Statt ein großes Beet anzulegen, ist es hilfreich, mit den Kindern zunächst klein anzufangen. Kleine Beete oder Töpfe reichen völlig, um die ersten Versuche im Gemüseanbau zu testen.
Wir haben feste Gießzeiten eingeführt, damit jede Pflanze ausreichend Wasser bekommt. Die Kinder wechseln sich ab, jeder darf mal gießen und ernten, wenn etwas reif ist.
Auch bei der Zubereitung binden wir die Kinder mit ein, damit sie lernen, wie man aus dem selbst gepflanzten Gemüse leckere Speisen zaubern kann.