
Wenn meine Kinder abends ihre Zähne putzen und ich das Wasser laufen höre, stehe ich schnell hinter ihnen und drehe den Hahn ab. Mittlerweile haben sie es verstanden und achten selbst darauf, dass sie kein unnötiges Wasser verschwenden. Ganz darauf verzichten können wir natürlich nicht und in einer vierköpfigen Familie fließt einiges an Wasser täglich aus dem Hahn. Trotzdem haben wir fünf Tricks in unseren Alltag integriert, die sich positiv bemerkbar machen.
1. Wir waschen unser Obst in einer Schüssel
Früher haben wir unser Obst und Gemüse direkt unter dem Wasserhahn abgespült, weil es schon immer so war. Irgendwann hat mich mein Sohn gefragt, warum er beim Zähneputzen den Hahn abdreht, beim Gemüsewaschen aber nicht. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass hier eine Menge Wasser ungenutzt abfließt.
Wenn wir in der Familie heute Obst waschen, stellen wir eine Schüssel mit Wasser in die Spüle, waschen Obst und Gemüse und spülen es anschließend unter fließendem Wasser kurz ab. Das Wasser in der Schüssel reicht meist für mehrere Portionen aus und ganz nebenbei ist es bei Beeren oder Trauben echt praktisch.
2. Auf dem Balkon nutzen wir Regenwasser
Im Garten haben wir eine Regentonne, aber mittlerweile nutzen wir Regenwasser auch auf dem Balkon. Ein großer Behälter steht an der Brüstung und sammelt fleißig mit, wenn es regnet. Schon nach kurzen Schauern kommt überraschend viel Wasser zusammen, das wir dann für unsere Balkonpflanzen nutzen.
Gerade im Sommer, wenn wir viel gießen müssen, sparen wir damit enorm viel Trinkwasser. Und wenn das Regenwasser mal nicht ausreicht, gießen wir bedarfsgerecht und in den Morgenstunden. Dadurch verdunstet nämlich weniger Wasser, weil die Sonne noch nicht so stark scheint.
3. Geschirrspüler und Waschmaschine laufen nur voll beladen
Ein Klassiker beim Wassersparen im Haushalt betrifft unsere Geräte. Wir nutzen die Waschmaschine regelmäßig und haben eine Spülmaschine. Da die Wassermenge gleich ist, egal wie stark die Geräte beladen sind, achten wir auf volle Auslastung.
Manchmal braucht das im Alltag etwas Planung, aber bei vier Familienmitgliedern kommt schnell genug Wäsche oder Geschirr zusammen.
4. Wir gehen duschen und nutzen einen Wassersparkopf
Früher dachte ich immer, dass Baden weniger Wasser verbraucht als Duschen, weil es nur eine Füllung ist. Mein Mann hat mir das Gegenteil erklärt und seither wird bei uns überwiegend geduscht. Zudem haben wir uns einen Wassersparkopf gegönnt, der Luft zum Duschwasser mischt. Der Wasserstrahl fühlt sich immer noch kräftig an, es wird aber weniger Wasser verbraucht.
Natürlich gilt auch hier, dass das Wasser ausgeschaltet wird, während wir uns einseifen oder Shampoo in die Haare massieren.
5. Wir nutzen den Sparstopper bei der Toilettenspülung
Einer unserer Lieblingstipps bezieht sich auf die Toilettenspülung. Bei kleinen Gängen reicht die Spartaste absolut aus. Als wir noch den alten Spülkasten in unserem Altbau hatten, sind Unmengen an Wasser ungenutzt in die Kanalisation geflossen. Mittlerweile haben wir ein modernes Klo mit großer und kleiner Spültaste. Hier gilt: Wir drücken immer die kleine Taste, zur Not auch zweimal. Damit wird weniger Wasser verbraucht und es wird trotzdem gründlich gespült.